Physiotherapie für Hunde?

Berührung tröstet und lindernd Schmerzen, professionelle Berührung ist in der Humanmedizin längst zu einer unverzichtbaren, weil erfolgreichen Maßnahme geworden. Ganz gleich, ob es sich um Massage, Physiotherapie, Lymphdrainage, um Sonderformen wie Osteopathie oder Chiropraktik etc. oder um Wellnessbehandlungen handelt: Wer jemals unter der Volkskrankheit Rücken- und Gelenkschmerzen oder einfach unter Muskelverspannungen gelitten hat, weiß, wie hilfreich und lindernd manuelle Therapien sind.

Tiere sind genau so empfänglich für Berührungen wie wir Menschen. Sie wollen gestreichelt und gekrault werden – brauchen die Nähe von Herrchen oder Frauchen. Erst recht, wenn sie unter Schmerzen leiden.

Der Hauptschwerpunkt der Hunde-Physiotherapie ist die Schmerzlinderung. Schmerzfreiheit bedeutet für Vierbeiner genau so wie für Menschen eine verbesserte Lebensqualität und mehr Lebensfreude.

Weiterhin sind der Muskelaufbau, der Erhalt und das Wiedererlangen der Gelenkbeweglichkeit und das Bewusstmachen von Bewegungsabläufen, Schwerpunkte der Therapie. Auch kann eine gute Vorarbeit für Operationen geleistet werden und auch zur Heilungsförderung und Rehabilitation ist die Krankengymnastik bei Tieren sehr gut einsetzbar. Ausschließlich äußere, manuelle Anwendungen werden durchgeführt. Es werden keine Medikamente und keine Spritzen verabreicht – außer der Tierarzt nimmt diese Medikation vor.

Zu erkennen, ob der Hund Schmerzen hat, ist nicht ganz einfach für uns. Dennoch sind wir dazu verpflichtet, Schmerzen unseres Tieres zu erkennen. Wir sind für ihn verantwortlich.
DENN: nur ein schmerzfreier Hund ist ein glücklicher Hund!

Ein ganz besonderes Augenmerk ist mir “der ältere bzw. Alte Hund”. Gerade hier liegt der Erhalt bzw. Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund. Unter meinen Patienten sind einige alte Hunde, die durch die regelmäßige physiotherapeutische Behandlung wieder wesentlich mehr an Vitalität und Lebensfreude gewonnen haben.

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